Josef Krainer-Preise 2017 überreicht - Walter Ochensberger

Graz (16. März 2017).- In der Aula der Alten Universität wurden heute (16.3.2017) die Josef Krainer-Preise 2017 von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer verliehen. Die Verleihung nahm LH Schützenhöfer gemeinsam mit Gerald Schöpfer, dem Obmann des Josef Krainer-Gedenkwerks und Johanna Mrak, der Tochter des kürzlich verstorbenen Josef Krainer jun., vor. Zur Verleihung waren auch zahlreiche Ehrengäste, darunter Landesrat Christian Buchmann, LH a.D. Waltraud Klasnic, Bundesministerin a.D. Ruth Feldgrill-Zankl sowie die zweite Landtagspräsidentin Manuela Khom in die Aula der Alten Universität gekommen.

Mit dem Großen Josef Krainer-Preis wurden der Schriftsteller Alfred Komarek in der Kategorie „Literatur″ sowie die Rektorin der Karl-Franzens-Universität Christa Neuper in der Kategorie „Wissenschaft ausgezeichnet. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: „Schon Josef Krainer senior war ein bedeutender Vordenker und europäischer Visionär. Mit der alljährlichen Verleihung dieser Preise möchten wir die Erinnerung an das Wirken des großen steirischen Landeshauptmannes bewahren. Heute gedenken wir natürlich ganz besonders auch Josef Krainer jun., aus dessen Wirken für die Steiermark ebenso der wichtige Auftrag für die Zukunft hervorgeht, den Wissenschaftsstandort Steiermark auch in Zukunft weiter zu stärken und auszubauen. Wir müssen alles dafür tun, damit die Steiermark vorne bleibt und wir uns als Vizeeuropameister in Wissenschaft und Forschung auch zukünftig behaupten können. Es braucht kreative Neugier sowie auch den Mut, alte Pfade zu verlassen und zu wagen, was man wagen muss, um die Zukunft zu gestalten.″ 

Den Josef Krainer-Würdigungspreis erhielten Edith Bucher (Physikalische Chemie) und Peter Rainer (Medizin). „Ich bin stolz, die besonderen Leistungen der Geehrten heute mit diesem Preis, der einen so großen Namen trägt, auszeichnen zu können und gratuliere ihnen sehr herzlich zu den bedeutenden Verdiensten, die sie sich um die Steiermark erworben haben″, so Schützenhöfer.

Den Josef Krainer-Förderungspreis für herausragende Leistungen in der Wissenschaft ging heuer an acht in der Steiermark tätige Wissenschafter. Die jungen Talente Almina Bešic (Wirtschaftswissenschaften), Aitak Farzi (Medizin), Dominik Gutmeyer (Geschichte), Christina Hofer (Montanwissenschaften), Martina Melcher (Rechtswissenschaften), Walter Ochensberger (Montanwissenschaften), Florian Preishuber-Pflügl (Technische Wissenschaften) und Stefan Topolovec (Technische Wissenschaften) sollen mit dieser Auszeichnung ermuntert werden, ihre vielversprechende wissenschaftliche Tätigkeit in ihrem jeweiligen Bereich weiter fortzusetzen.

 

Im Rahmen der Dissertation entwickelte OCHENSBERGER eine neue numerische Metholde für die Charakterisierung von Ermüdungsrisswachstum in elastoplastischen Materialien, um die Lebensdauer zyklisch belasteter Bauteile im Maschinenbau genau vorherzusagen. Hierzu wurde erstmals das Konzept der konfigurellen Kräfte verwendet und damit eine quantitative Beschreibung der komplexen Bedingungen an der Rissspitze der wachsenden Ermüdungsrisse ermöglicht.

Das externe Gutachten für unsere Gedenkwerk-Jury beschreibt OCHENSBERGERs Arbeit als eine herausragende wissenschaftliche Leistung, mit der auch nachgewiesen wird, dass Grundlagenforschung auf hohem Niveau auch wesentliche Beiträge zur praktischen Anwendung, in diesem Falle zur Sicherheitsbeurteilung von wichtigen Bauteilen liefert, denn damit sei man in der Lage, eine sichere Voraussage der Lebensdauer der Bauteile zu treffen. Es ist dem Kandidaten gelungen, diese komplexe Aufgabenstellung durch tiefe Durchdringung der dazu erforderlichen theoretischen Grundlagen und deren intelligente Umsetzung auf die konkrete Anwendung eindrucksvoll zu lösen.